
Blogvorstellung #27
Name: Stefan Mey
Tags: ein netter Kerl
Wohn-/Wirkungsort: Wien
Social Web: Blog | Twitter | Facebook | Xing
Fotos by Tony Gigov
Zum Einstieg ein paar Fragen zu Deiner Person. Was machst Du beruflich?
Ich bin freier Journalist, mein derzeit wichtigster Auftraggeber ist das WirtschaftsBlatt. Außerdem bin ich freier Texter und betreibe gemeinsam mit Wolfgang Bergthaler das Online-Medium „Indische Wirtschaft“.
Woher kommst Du, wo wohnst und arbeitest Du aktuell?
Bedingt durch den Beruf meines Vaters habe ich immer ein Nomadenleben geführt, bin in Russland, Südafrika, Indien und Deutschland aufgewachsen. Im Jahr 1997 bin ich nach Wien gezogen; zwischendurch habe ich in Eisenstadt, Den Haag und Zagreb gelebt, seit 2004 bin ich wieder hier. Weißt Du, Wien ist wie so ein Schwarzes Loch: Wenn Du einmal hier bist, kommst Du nie mehr richtig weg. Das hat mir mal ein englischer Immigrant im Interview gesagt. Und ich finde, er hat Recht.
Ein paar Fragen zu Deinem Blog. Worum dreht sich Dein Blog – was sind Deine Kernthemen?
Ich nenne ihn „Ein Blog über das Leben und so“, weil er genau davon handelt: Das Leben. Nette Menschen etwa, die ich kennen lernen durfte. Oder eine tolle Reise. Oder ein Konzert, ein Barcamp, ein verrückter Abend mit Freunden… die kleinen Wunder dieser Welt halt. Geplant ist auch eine englischsprachige Version, die andere Themen abdecken wird.
Warum hast Du Deinen Blog gestartet? Was waren die Motive?
Weil für mich als Journalist die Geschichten oft nicht nach Fertigstellung des Zeitungsartikels enden – meist gibt es noch viel, viel mehr zu erzählen. Außerdem ist der Blog ein Sprachrohr für meine persönlichen Erlebnisse: Er ist das Mittel, um meine über die Welt verteilten Freunde, Feinde und Verwandte über meinen Alltag zu informieren. Außerdem ist er eine Spielwiese für sprachliche Experimente.
Wie hast Du Deinen Blog – technisch – auf die Beine gestellt?
WordPress ist seit Jahren mein treuer Begleiter. Ich liebe die Einfachheit; und auch die Möglichkeit, verschiedene Plugins zu installieren. Der Entdeckerdrang wird hier niemals ganz befriedigt: Es gibt immer wieder neue Tools, die ich ausprobieren möchte.
Bloggen braucht Zeit. Hat sich das Bloggen für Dich schon „ausgezahlt“? Wenn ja, wie?
Absolut! Erstens rechne ich meine Blog-Zeit nicht als Arbeitszeit, sondern als Freizeit – ich mach das, weil mir Schreiben Spaß macht; und auf meinem Blog kann ich schreiben, was ich will, ha! Und die tollste „Bezahlung“ sind die Menschen, die man kennen lernt – sowie das ehrlich persönliche Feedback. Aber abgesehen davon: Anfang des Jahres habe ich im Rahmen einer Blogparade ein Netbook gewonnen, und an tolle Texter-Aufträge bin ich auch gekommen – es gibt halt Leute, die meine Einträge lesen und so was auch gerne für sich selbst als Pressetext oder ähnliches hätten.
Gibt es eine besondere Geschichte, die durch das Bloggen entstanden ist?
Ja, einige… die kann man alle auf meinem Blog nachlesen :-)
Nein, Spaß beiseite: Letztens hat mich an einem Samstag Mittag ein Freund angerufen, wir haben uns in sein Auto gesetzt, sind bis ins Burgenland gefahren, um dort in der Kälte auf einem Aussichtsturm zu stehen und über das Leben zu reden. Warum erzähle ich das? Weil ich diesen Freund erst seit knapp einem Jahr kenne – und zwar, weil er durch meinen Blog auf mich aufmerksam wurde. So was sind die schönen Geschichten des Lebens.
Welche thematisch verwandten Blogs kannst Du empfehlen & warum? Bitte 3 Empfehlungen.
Gleich mehrere Empfehlungen findet Ihr in meinem Blog– da habe ich eine Zeit lang unter dem Schlagwort „Blog der Woche“ jene Blogs vorgestellt, die ich selbst gerne lese.
Was unternimmst Du, um deinen Blog bekannter zu machen?
Natürlich mache auch ich dieses ganze SocialMedia-Zeugs wie Twitter und Facebook. Und ich kommentiere auch gern andere Blogs. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass Offline-Werbung am Besten zieht: Den Computer mal abdrehen, auf eine Party gehen, dort mit den Menschen reden und ihnen erzählen, dass sie mal auf Deinen Blog schauen sollen. Dadurch kriegt man die treuesten Leser.
Was wäre Deine Empfehlung für Leute, die gerade einen Blog starten (wollen)?
Mein Mentor hat damals gesagt: „Schreiben fängt man zu können an, wenn man die ersten 100.000 Seiten Selbstgeschriebenes weg geworfen hat.“ Und das stimmt: Die meisten Blogs scheitern, weil der Autor zu hohe Ansprüche an sich selbst hat, sich verkrampft und dann gar nichts mehr macht. Mein Tipp: Keine Angst haben, sondern einfach drauf los tippen. Nach den ersten 100 Postings fließt es dann wie von selbst – und dann stellt man schnell fest, dass Bloggen die zweitschönste Nebensache der Welt ist.
Welchen Artikel sollten wir auf Deinem Blog unbedingt lesen?
Das ist eine gemeine Frage… so, als würde man einen Vater fragen, welches seiner Kinder er am meisten liebt. Aber empfehlen kann ich wohl meine Reiseberichte zu Bali, Mazedonien, Saudi-Arabien, Thailand, Indien und Europa (unter http://stefanmey.com/wordpress/?cat=10&lang=de), sowie manches, was auch im „WirtschaftsBlatt“-Blog erschienen ist.
Möchtest Du uns sonst noch etwas mitteilen?
Ja, ich würde gerne jemand grüßen: Meine Mama; weil sie meine treueste Leserin ist. Und auch sonst alle, die diesen Blog regelmäßig lesen und mir Inspiration dafür liefern. Ihr seid toll, und ich hab Euch lieb – ich finde, so etwas sagen sich die Menschen viel zu selten.





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